Montag, 27. April 2015

Kanal-Weh, meine Tante und die Sache mit der Energie, 12.Tag

Heute ist Montag, (27.4.15) ein schönes Wochenende mit schönem Wetter und dem Auffrischen von Erinnerungen,  dem Erzählen von allem Möglichen und (natürlich) dem Reden über Segeln bei Cousin Hans und Karen ist vorbei. Die beiden hat der Alltag wieder, ich bin wieder auf dem Boot und schaue ein wenig schmachtend auf die vorbeifahrenden Kanalschiffe. Gibt es sowas? Gibt es Kanal-Weh?
Ja, das gibt es.
Ich will wieder los und kann es kaum erwarten mit rasanten 5 Knoten (knapp 10 km/h) weiter Richtung Westen, Richtung Rhein, zu motoren.

Und jetzt die gute Nachricht, mein Ersatzteil wurde der Post übergeben und wird wohl morgen ankommen, also geht es am Mittwoch weiter. Toitoitoi, ich klopfe auf den Kajüttisch.

Der Tag heute ist kalt und bedeckt, nach wetteronline zu urteilen ist es sogar zuhause in Flensburg wärmer, aber dafür hatte ich einen herzerwärmenden bis über Mittag ausgedehnten Vormittag, beim Treffen mit meiner 89 Jahre alten, temperamentvollen und fitten Tante "Lo".
Wir haben fast 3 Stunden im Kakaostübchen am Kröpcke über Gott und die Welt gequatscht - alles hat sein Gutes - ohne den blöden Schaden am Masttopp hätten wir uns wohl kaum getroffen - danke.

Strom kommt aus der Steckdose - aber an Bord?
Im Hafen auch, denn dann hat man "Landstrom".

Aber unterwegs läuft auch so Einiges an elektrischen Verbrauchern, die werden dann aus der Batterie versorgt - ganz klar. Die Batterie wird vom Motor (unterwegs) oder vom Ladegerät im Hafen mit Landstrom geladen.
Soweit ganz einfach, wichtig ist nur dabei, dass man einen Überblick über die Verbraucher hat und weiß, ob die Batterie voll (wie voll?) oder schon fast leer ist.

Bei mir an Bord besorgt diese Aufgabe der Batteriemonitor, von dem ich hier mal drei "Zustände" zeige:

Ladegerät mit Erhaltungsladung






 1. Batterie voll, Ladegerät angeschlossen, Strom kommt
 aus  der Steckdose an Land.










Verbrauch pro Stunde 1,1 Ampere





 2. Batterie auch voll, wir sind unterwegs und es
laufen das Funkgerät, das GPS, das AIS,
3 Anzeigegeräte (Lot/Log) zu Kurs, Geschwindigkeit,
Tiefe, Position usw..








Verbrauch pro Stunde 4,8 Ampere (läuft nur kurz)




3. Batterie auch voll, zusätzlich zu 2.ist gerade der Kompressor des Kühlschrankes angesprungen und läuft nun für eine kurze Zeit, um die eingestellte Temperatur zu halten.











Das obere, kleinere Anzeigegerät zeigt den Ertrag über Solarnergie an, das wird erst im Mittelmeer interessant, die Solarpanele schlummern noch in der Dunkelheit der Achterkajüte.

Bis jetzt geht die Energiebilanz voll auf, wegen dauernder Motorladung und Landstrom ist das keine Überraschung - bin gespannt, wie es vor Anker, unter Segeln und mit Solarpanelen wird. Damit ich energiesparsam unterwegs bin, sind alle Lampen auf LED umgerüstet, die 2 Batterien haben je 85 Ah, die Starterbatteriefür den Motor 45 Ah.

Übermorgen berichte ich (hoffentlich) von der nächsten Etappe Richtung Westen, nach Minden oder Lübbecke - kenne ich bisher nur von der Handballbundesliga (stehen beide in der Tabelle unter der SG) - aber die Häfen sehen ganz gut aus. Cu.


Kommentare:

  1. ich kann über deinen Blog auch mitsegeln :-) hehe...

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  2. achso, wann kommst Du bei Frankfurt vorbei oder bei München vorbei ? :-)

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    1. Liebe Ying,
      leider gar nicht Frankfurt oder München, würde Dich sonst zu einem Drink an Bord einladen.
      Ich fahre ab Duisburg in Richtung Holland und dann durch Belgien und Frankreich.
      Schade eigentlich - aber wir besuchen Dich und Euch bestimmt, Andrea und ich (y)

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